Comicforscher 1 Leerraum Comicforscher 2   comicforscher.de
Impressum und Kontakt


Artikel Lektüre Rezensionen Sekundäres Listen Archiv Zeittafeln Schlaglicht

Ausstellung


Schauraum Dortmund Exponate Katalog Horror im Comic Schauraum Dortmund Vitrine Schauraum Dortmund Wand

Schauraum Dortmund

Horror im Comic

Seit dem April 2019 finden im schauraum in Dortmund Comic-Ausstellungen statt. Dieser besondere Raum entstand aus einem ehemaligen Ladenlokal mit knapp 200 m² Fläche direkt gegenüber dem Hauptbahnhof. Der Eintritt ist frei. Als erfahrener Kurator übernahm Alexander Braun die Aufgabe, alle halbe Jahre sowohl eine Ausstellung mit sehenswerten Originalen als auch den zugehörigen Katalog zusammenzustellen. Nach den Ausstellungen "Ente süß sauer – Carl Barks und die Folgen" und "Nimm das, Adolf – Zweiter Weltkrieg im Comic" von 2019 folgte trotz Pandemie 2020 "Anime fantastisch – Die Kunst des japanischen Zeichentrickfilms" und 2021 "Will Eisner – Graphic Novel Godfather". Jetzt, im Frühjahr 2022, steht der "Horror im Comic" auf dem Programm des schauraums. In einem Teil des Raumes werden Comic-Exponate zu Gespenster- und Gruselgestalten auf roten und grauen Wänden präsentiert, in der anderen Hälfte hängen Originale vor einer Wand, die komplett mit einer Vergößerung der beeindruckenden "Frankenstein"-Laborszene von Bernhard "Bernie" Wrightson bedeckt ist. Toll! Die reichhaltigen Kataloge zu diesen Ausstellungen werden immer dicker. Der Katalog "Horror im Comic" ist 456 Seiten stark, wird aber Besuchern im Ausstellungsraum vergünstigt angeboten. (adi)


Comicbörse


Hermann Comichändler Eckart Schott Deine Mutter als Zombie!

Intercomic - Comicmesse Köln Mai 2022

Sie handeln wieder

Bei frühsommerlichem Wetter startete nach längerer Pause die Intercomic in der Stadthalle in Köln-Mülheim wieder zu einem langem Börsentag. Mit Applaus wurde Hermann ("Comanche", "Duke", "Die Türme von Bos-Maury") gefeiert, der an gleich zwei Signierständen zu Gast war. An den Ständen der Comichändler stapelten sich die langvermissten Kisten und Kartons mit Raritäten und vielen Comics zu Schnäppchenpreisen. Verlage wie Salleck oder All zeigten ihre Neuerscheinungen im Foyer, andere reihten sich in fünf Gängen im großen Saal der Stadthalle zwischen Händler- und Zeichnertischen ein. Im Vergleich zur Intercomic vor der Pandemie war die Börse zwar kleiner, aber gut besucht. Auch schon bevor es im Foyer und im Saal enger wurde, setzten die meisten Besucher aus freien Stücken ihre Maske auf: vorbildlich. Bei den Zeichnern bot Timo Grubing angesichts des nahenden Muttertags an, die Mutter als Zombie zeichnen zu lassen, während Rudolph Perez im bereits 25. Zebra-Sonderband weise daran erinnerte: "In der Tusche liegt die Wahrheit" (Fotos v.l.n.r.: Hermann Huppen, Comichändler, Eckart Schott (Salleck Publications), Timo Grubing). (adi)


Schlaglicht


Ukraine: Taras Bulba Ukraine: Panzerkreuzer Potemkin Treppe Ukraine: Mit Feuer und Schwert Ukraine: Holodomor - Bittere Ernte

Ukrainische Geschichte in Film und Comic

Gegen die Fremdherrschaft

Mit der Kiewer Rus, gegründet von nach Südosten vordringenden Wikingern, stellt ein wesentlicher Teil der heutigen Ukraine die Keimzelle des späteren russischen Reiches dar, nahm aber dennoch in der Folgezeit eine eigenständige Entwicklung, die über lange Phasen der Fremdherrschaft und dadurch bedingte Teilungen – von der Goldenen Horde über Litauen und Polen bis zum Zarenreich und der Sowjetunion – zur Herausbildung eines ukrainischen Nationalbewusstseins im 19. Jahrhundert führte. In dieser langen Zeit sind die russische und die ukrainische Geschichte in vielfacher Weise miteinander verknüpft. Eine Reihe von Filmen und Comics liefern uns dazu Denkanstöße. (hjk)
Artikel Ukraine Film und Comic herunterladen


Ausstellung


Ausstellung Vinyl Katalog Ausstellung Vinyl Oberhausen Ausstellung Vinyl Eckart Sackmann Ausstellung Vinyl Oellampe

Ausstellung "Vinyl!" in Oberhausen

Schwarze Scheiben mit bunten Comics

Die von Robert Crumb gezeichnete LP-Hülle für "Cheap Thrills" von Janis Joplin macht immer noch gute Laune, wohl wegen der Erinnerung an die Musik und die Underground-Comix. 180 solcher berühmten und vertrauten Schallplattencover mit Comicmotiven erwarten den Besucher in der Ausstellung "Vinyl!", die die Ludwigsgalerie Schloss Oberhausen bis zum Mai 2022 zeigt. Der Katalog zur Ausstellung druckt sogar 350 prächtige Comic-Cover ab, was die Beliebtheit des Comic in der Musikszene einer Zeit belegt, die sich "progressiv" nannte. Der Ausstellungsmacher Eckart Sackmann erklärte bei der Eröffnung von "Vinyl!", dass er in den 1980ern selbst einmal als Zeichner eines solchen Comic-Covers für eine irische Band vorgesehen war, nachdem er den Musikern in Hamburg drei Monate Unterkunft gewährt hatte. Leider ging die Band zu früh auseinander. Die psychedelische Stimmung und den musikalischen Klang jener Zeit vermitteln eine Öllampen-Projektion und eine wohlüberlegte Musikauswahl. Drei Vitrinen zeigen weiteres Material zu einem seltenen Comic-Thema in einer ungewöhnlichen musealen Schau. (adi)


Ausstellung


Ausstellung Unveröffentlicht, erste Wand Ausstellung Unveröffentlicht, Wilhelm Busch Ausstellung Unveröffentlicht, Olivia Vieweg Ausstellung Unveröffentlicht Oberhausen

Ausstellung "Unveröffentlicht" in Oberhausen

Drei Etagen Comics aus der Schublade

Im ersten Raum erwarteten den Besucher Beispiele von frühem Comic, links ging es auf mehreren Etagen weiter zu Comic jüngeren Datums, der in seiner Zeit nicht veröffentlicht wurde. Sogar Arbeiten von Wilhelm Busch und Franz von Pocci tauchten beim frühen Comic auf. Die Hängung der Exponate war angenehm "luftig", die Texte hatten den passenden Umfang. Unter den abgebrochenen Comicprojekten sind solche, bei denen man es bedauern mochte, dass die Verleger oder Künstler vorzeitig aufgeben mussten, aber auch solche, bei denen man sich sehr damit einverstanden fühlte, dass diese Vorhaben rechtzeitig abgebrochen wurden. Es wird von der Sozialisierung jedes einzelnen Ausstellungsgängers abhängen, ob man zum Beipiel liebend gern Kreitz, Bunk, Vieweg, Scheuer oder Wäscher weitergelesen hätte. Interessant sind in jedem Falle die Gründe, die für den jeweiligen Abbruch angeführt werden. Das reicht von der Ablehnung durch den Verleger bis zu persönlichen Schicksalsschlägen. All das ist in einem umfangreichen Katalog zu dieser Ausstellung nachzulesen und anzusehen, der in der bewährten Edition Alfons erschien. (adi))


Comic Con


Mangazeichenkurs CMC Stadthalle Hiltrup 2021 Christoph Heuer Engels Graphic Novel

Comic und Manga Convention Münster 2021

Trotz 2G eine volle Halle

Schon vor elf Uhr bildete sich eine lange Warteschlange vor der Eingangstür der Stadthalle Hiltrup. Geduldig warteten die überwiegend jugendlichen Messegänger auf den Einlass, der sich wegen der sorgfältigen Impfpass- und Personalausweiskontrolle etwas hinzog. In der Halle standen vier lange Doppeltischreihen, an denen HändlerInnen für Comics, Mangas, Zeichnungen und für vielerart Merchandise-Artikeln ihre zum Teil gut dekorierten Stände aufgebaut hatten. Auf der Bühne zeigte Alexandra Völker ("Catwalk") (Foto ganz links) etwa zwei Dutzend NachwuchszeichnerInnen wie man Manga zeichnen kann. Christoph Heuer (Foto rechts) signierte seine Engels-Biographie. Er wurde 2002 in der Comicforschung als Autor von "Kindergeschichten", einer "nonlinearen Novelle", bekannt. 2007 zeichnete er bei Carlsen den Band "Der erste Frühling", eine Erzählung über ein zwölfjähriges Mädchen bei Kriegsende 1945 in Berlin. Die nächsten Veranstaltungen dieser Art sind für Düsseldorf und Bremen angekündigt. (adi)


Startseite     Kontakt Impressum

Archiv der Artikel für Comic und Film

(o) comicforscher.de, Hildesheim 2021 und 2022